Charaktere und Mechs
Lernt die Rangers und andere Figuren aus dem MMRR-Universum kennen.
Die Rangers
Nora, Biene, Socke und Faye waren ursprünglich eine Gruppe von Freund:innen. Doch eines Abends entschlossen sie sich, ihre geballten Kräfte im Kampf gegen Staat, Geld und Patriarchat zu vereinen um sich gegenseitig zu beschützen. Als Mighty Mecha Rainbow Rangers kämpfen sie gegen Sexismus und Queerfeindlichkeit und setzen sich für die Rechte aller marginalisierten Menschen ein.
Nora
Ich bin Nora und agender. Meine Pronomen sind keine. Ich bin 36 Jahre alt und lebe mit dem Pony Gänseblümchen (links im Bild) und dem Schwein Kamille (rechts im Bild) auf einer kleinen Farm außerhalb der Stadt. Die Farm läuft leider nicht so gut. Ich baue Grünrüben und Kartoffeln in einem automatisierten Feld an. Das Wichtigste sind aber die Proteininkubatoren, in denen Aminosäureverbindungen synthetisiert werden. Damit verdiene ich noch am meisten Geld.
Man sagt über mich, ich könne alles fahren, was einen Motor hat. Ich liebe mein Haus und Kuchen. Da ich schwerhörig bin kriege ich es nicht immer sofort mit, wenn sich irgendein Macker von hinten anschleicht.
Biene
Huhu. Ich heiße Biene und meine Pronomen sind sie/ihr. Ich bin 38 Jahre alt und lebe in einer kleinen, ziemlich teuren Wohnung in Altenhausen. Die Liga hat die Mieten hier so krass erhöht, dass ich für diesen Schuhkarton fast mein ganzes Monatsgehalt ausgeben muss. Ich hasse diese Typen. Ursprünglich habe ich mit meiner Ex-Partnerin hier gewohnt. Als sie ausgezogen ist hab ich die Bude behalten. Ich glaube die Liga will mich hier rausekeln, weil ich homosexuell bin.
Man sagt über mich, dass ich alles hacken kann, was einen Stecker hat. Ich liebe Computer und stifte gerne Chaos im Computersystem der Liga oder der Polizei. Da ich Diabetes habe, kann ich von Noras Kuchen immer nur ein kleines Stück essen. Außerdem liebe ich Mittagsschläfe.
Socke
Na ihr Chaoten! Ich bin Socke, 56 und enby. Meine Pronomen sind er/ihn. Über mich gibt es nicht viel zu erzählen. Manche Sachen behält man besser für sich, wenn man nicht will, dass die Liga einen auf den Pelz rückt.
Man sagt von mir, dass ich alles besorgen kann und das würde ich auch über mich selbst sagen. Da ich ADHS habe wird mir schnell langweilig und ich brauche Abwechslung. Dafür kann ich mich aber auch über Stunden intensiv mit einer Sache beschäftigen. ZB Nora nerven die Webseite fertigzustellen.
Am liebsten gehe ich spazieren und suche nach spannenden Dingen, aus denen man irgendwas bauen kann. Ich mag Häkeln und Sprengstoff, vor allem, wenn er in der Nähe von irgendwelchen Faschos deponiert wird.
Faye (und Jeff)
Was geht ab? Ich bin Faye, sie/ihn und der kleine Robo-Kerl da rechts ist Jeff. Ich bin 21 Jahre alt. Ich bin intergeschlechtlich und weil irgendwelche Ärzte bei meiner Geburt meinten an mir rumoperieren zu müssen, damit ich mich für das blaue oder pinke Spielzeug entscheiden kann, benutze ich einen Rollstuhl. Die haben da irgendwas mächtig verkackt aber tun jetzt so als wären sie es nicht gewesen. Naja, ich liebe mein Leben und Jeff hilft mir in meiner Werkstatt, also kann ich mich nicht beschweren. Jeff habe ich einfach geklaut, weil die Krankenkasse mir keinen Hilfsbot genehmigt hat. Hab ihn dann umprogrammiert und ihm einen freien Willen gegeben. Naja, was man mit so einer beschränkten Rechenkapazität halt freien Willen nennen kann.
Man sagt über mich, ich könne mit einem 10er Schlüssel und einem Schraubenzieher alles reparieren. Ich würde sagen eine gute Zange und WD40 schaden ebenfalls nicht, würde dem aber grundsätzlich zustimmen. Ich liebe Klimaschutz, Flohmärkte und Jeff liebt mineralölfreies Schmiermittel.
Clemens
Hallo zusammen! Ich bin Clemens, 44 alt und habe mal das AfterFive betrieben, bis durch die Blockade des Schwadrons der Betrieb eingestellt werden musste. Ich bin schon ziemlich lange mit Nora, Biene, Socke und Faye befreundet, doch nachdem meine Bar schließen musste, wollte ich mich dringend ihrer Sache anschließen.
Ursprünglich hab ich mal Philosophie studiert und war für ein Forschungsprojekt auch lange Zeit in Japan. Aber mit Geisteswissenschaften lässt sich kaum Geld verdienen. Die Liga hat dann auch die Förderung eingestellt und so musste ich zurückkehren.
Man sagt über mich, dass ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hätte und immer genau wüsste, was meine Freund:innen brauchen.
Doris
Huhu. Ich bin Doris, aka Eule. Meine Pronomen sind sie/ihr. Ich bin 32 Jahre alt und war Mitglied der Aktivistengruppe "Die Waldschrate," bis diese von der Polizei zerschlagen und verboten wurde. Wir haben den Forst besetzt, um zu verhindern, dass der abgeholzt wird. Irgendein Großkonzern wollte an die Kohle ran, die dort im Boden lag.
Weil ich schon so lange aktivistisch tätig bin, bin ich es gewohnt mich mit der Polizei auseinanderzusetzen. Aber das was im hier abgeht, seitdem der Graureiher am Start ist, das ist ein neues Level von Scheiße.
Man sagt über mich, dass ich gnadenlos optimistisch sei, aber vielleicht weicht die Außenwahrnehmung da ein bisschen von der Eigenwahrnehmung ab. Ich freue mich, dass ich jetzt Teil der Mighty Mecha Rainbow Rangers sein kann und hoffe, noch viel erreichen zu können um die Welt zu einem friedlicheren und gerechteren Ort zu machen.
Mechs
Ein Mech (oder Mecha) ist grundsätzlich ein Roboter, der wie ein Auto von innen gesteuert wird. Der:die Pilot:in befindet sich also im Cockpit der Maschine.
In der Welt der Mighty Mecha Rainbow Rangers sind Mechs Maschinen, die sowohl im zivilen, als auch militärischen Bereich, Kraftfahrzeuge weitestgehend abgelöst oder ergänzt haben. Sie wurden für alle erdenklichen Aufgaben eingesetzt, bis die Liga sie bei Machtantritt verboten hat, aus Angst, politische Gegner könnten sie als Waffe einsetzen. Das hat die Polizei und das Schwadron natürlich nicht davon abgehalten, weiter Mechs einzusetzen.
Ladybug-01
Ladybug ist ein Flexio 1001 der Firma Gendt und ist die meistverkaufteste Landwirtschaftsmaschine. Er bringt 986 PS Leistung und schafft ohne Zuladung etwa 60 km/h im Sprint. Der Flexio 1001 kann 5 metrische Tonnen ohne Geschwindigkeitsverlust bewegen und hat eine maximale Zuladung von 20 Tonnen. Einsatzgebiete sind Landwirtschaft, Minenarbeiten und das Bewegen schwerer Lasten.
Nora hat Ladybug auf der Farm benutzt, so wie man auch einen Traktor einsetzen würde. Durch das Mechverbot der Liga, die steigenden Preise und Repressionen der Liga, konnte Nora den Mech irgendwann nicht mehr instand halten und so rostete er zwei Jahre neben dem Haus vor sich hin.
Dann wurde er von den Rangers wieder hergerichtet und ist seit dem zentraler Bestandteil der Mighty Mecha Rainbow Rangers.
TAS-04
Der TAS-04 ist ein extrem schneller Exosuit, der nur in geringer Stückzahl vom amerikanischen Hersteller Pine auf den Markt gebracht wurde und aufgrund seiner Spezifikationen nicht durch die Mechresolution eingeschränkt wird.
Im Sprint schafft der TAS-04 knapp 100 km/h. Am rechten Arm kann bei diesem Modell zusätzlich eine ausfahrbare Vibroklinge angebracht werden. Nur erfahrene Piloten sind dazu in der Lage, das Potenzial der Maschine voll auszuschöpfen. Und erfahrene Piloten gibt es wenige (Achim Almann ist übrigens kein erfahrener Pilot).
Aufgrund der relativ geringen Gesamtmasse und einer Höhe von nur sechs Metern, wird der TAS-04 gerne im Häuserkampf eingesetzt.
Drohnenmechs
Drohnenmechs sind ein ausgeklügelter Weg des Schwadrons Mechs entgegen der Mechresolution einzusetzen. Obwohl sich das Schwadron nicht davor scheut echte Mechs zu verwenden, lassen sich Drohnenmechs leichter vor der Öffentlichkeit und der internationalen Staatengemeinschaft rechtfertigen. Sie werden nämlich nicht von Menschen gesteuert, sondern von spezialisierten Drohnen, die mit einer einfachen KI simple Befehle ausführen können.
Die Drohne verwendet dabei ihre gesamte Rechenkapazität zur Steuerung der komplexen Systeme des Mechs und ist deswegen kaum zu Improvisation oder genauem Zielen fähig. Die standardmäßig ausgerüsteten Raktensysteme mit drei Zellen pro Seite und die Fähigkeit Strahlenwaffen ohne Batterie oder Magazin einzusetzen, machen Drohnenmechs jedoch zu einer ernsthaften Bedrohung.
Hawk
Hawk ist ein sogenannter FWW-Schreiter 4 der Firma Tulpenpflücker. Das Akronym steht für „Feld-, Wald- und Wiesenschreiter mit vier Armen.“
Die Baureihe wird hauptsächlich für Forstarbeiten eingesetzt und ist auf das Fällen von Bäumen und verladen von Holz spezialisiert. Hawk ist mit einem Protonenbündel -Scharfschützengewehr ausgestattet. Dabei überschreitet die Sensorreichweite des Mechs die Reichweite des Gewehrs bei Weitem. Auf freiem Gelände wird Hawks Sicht im Prinzip nur durch die Erdkrümmung begrenzt.
N-Reihe
Die N-Reihe der Firma FOX Industries besteht aus diversen Baumechs, die alle auf der gleichen Chassisplattform basieren. Sie wurden konstruiert, um den Bau großer Strukturen zu unterstützen und werden besonders gerne im Orbit eingesetzt. Das Modell R19 (im Bild) ist die Standardausführung.
Da die Schubdüsen in den Schultern angebracht sind, lässt sich die N-Reihe auch in Schwerelosigkeit selbst von Anfänger:innen leicht und intuitiv steuern.
Die N-Reihe ist vor allem günstig, leicht zu warten, billig in der Herstellung und robust. Das Aggregat hält gefühlt ewig, bevor es aufgeladen werden muss. Ersatzteile gibt es an jeder Straßenecke.
Da es relativ einfach ist für die N-Reihe Steuerungsprogramme zu schreiben, hat sich eine Szene von Programmierer:innen gebildet, die sich mit ihren wahnwitzigen Softwareideen gegenseitig zu übertrumpfen versucht. Von Imitationen berühmter Persönlichkeiten bis hin zu Poledance-Choreografien ist eigentlich alles dabei.
D-WP/H203-S
Ein H203 ist ein klassischer Egobooster. Man sagt, dass Piloten, die sich für dieses Modell entscheiden, oft irgendwas zu kompensieren haben. Trotzdem sind immer alle froh, wenn einer dabei ist, weil sie durch ihre dicke Panzerung und den Nahkampffokus oft das Feuer auf sich lenken. Und dabei leider auch oft als erstes zerstört werden. Immerhin verlieren die Piloten dabei selten ihr Leben.
Boar
Boar ist ein Flexio 2001 der Firma Gendt und damit das Nachfolgemodell von Ladybug.
Im Vergleich zur 1001er Version, ist der 2001er deutlich schneller und standfester. Der Schwerpunkt liegt etwas zentraler und das Konvektionsschleifenaggregat wurde durch einen dynamischen Feldakkumulator ersetzt. Die rückseitig angebrachten Schubdüsen unterstützen den Mech beim Schieben schwerer Lasten. Daher ist er auch beim Militär sehr beliebt.
Wie bereits sein Vorgänger lässt er sich flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassen. Boar wurde für den Nahkampf mit Klingen an den Unterarmen ausgerüstet.
Wasserwerfer
Der Wasserwerfer der Polizei trägt die Verkaufsbezeichnung WaWe-80 und wird von der Firma Tulpenpflücker hergestellt. Er bringt eine Leistung von 800 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
Er kann knapp 10.000 Liter Wasser mitführen.
Unter Aktivistis ist schon längst bekannt, dass der WaWe-80 durchaus auch mit tödlichen Geschossen ausgerüstet werden kann. Die Polizei bestreitet das natürlich.
WP-9001
Der WP-9001 hat eine Kampfkraft
über 9000 und wird ausschließlich
vom Schwadron eingesetzt. Er ist ein Überbleibsel aus dem Krieg und ist auch genau dafür gebaut.
Mit einer kopfmontierten Gatling Gun, einem Phasendisruptorstrahler und einem Raketenwerfer mit acht Zellen, ist diese waffenstrotzende Kampfplattform auf vier Beinen eine furchterregende Erscheinung auf jedem Schlachtfeld.
Aufgrund der Konstruktionsweise kann der WP-9001 nur auf befestigtem Terrain eingesetzt werden. Obwohl die Höchstgeschwindigkeit bei erstaunlichen 80 km/h liegt, ist das Gefechtstempo relativ gering, da ein einzelner Pilot alle Systeme alleine bedienen muss.
Foxhound
Foxhound ist ein D-R210 der Firma FOX Industries und gilt als Legende. Jeder, der im letzten Krieg gekämpft hat, hat schonmal was von diesem Mech gehört.
Das Modell wurde ursprünglich für Aufklärungsmissionen ausgerüstet. Brockmeyer erkannte allerdings schnell, dass sich mit vorsichtigem Vorgehen, dem Bedrohungspotential eines gut gesteuerten Mechs und einer sonderangefertigten Klinge viel Druck beim Gegner aufbauen lässt.
Die D-Reihe ist unter Militärs sehr beliebt. Die Steuerungsprogramme sind ab Werk auf taktische Manöver kalibriert. Die D-Reihe ist zwar schlecht vor Ort anpassbar, aber der Hersteller hat sie in so vielen Variationen produziert, dass eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Foxhound ist bis unters Dach mit Sensoren vollgestopft. Der Minenwerfer auf der linken Schulter verschießt tatsächlich nur Sensorkapseln zur Zielmarkierung.
Hyena
Hyena ist ein D-WP-202 der Firma FOX Industries und bietet als einer der wenigen Mechs der D-Reihe einen Anschluss für hochenergetisches Equipment wie Impulsschneider, Sprenggräber oder eben Railguns.
Eine Railgun verschießt ein ballistisches Geschoss, das auf einer Magnetschiene innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde auf mehrere Tausend km/h beschleunigt wird und dadurch ungeheure Kräfte entwickelt. Ein Mech, der eine Railgun abfeuern soll, muss unglaublich robust und standfest sein und braucht einen gyrometrischen Gleichgewichtssensor um den Rückstoß kompensieren zu können.
D-HDLASK-2A
Dieser Mech stammt aus der zweiten Serie der D-Reihe von FOX Industries, die bereits mit verbesserten Myofasern ausgestattet wurde. Das Akronym HDLASK steht für „Hyperdisruptorlaserarmstrahlen-kanone.“
Die D-Reihe ist serienmäßig mit einer halbautomatischen 60 mm Pistole ausgerüstet. Im Magazin sind acht Projektile. Die Pistole ist bei Piloten sehr beliebt, weil sie so gut wie nie Ladehemmungen hat und auch bei Regen noch funktioniert. Piloten, die einen sonderangefertigten Mech benutzen, verzichten jedoch häufig auf die Pistole, weil sie das zusätzliche Gewicht einsparen und in höher entwickelte Waffensysteme investieren wollen.
HF-5000
Der HF-5000 der Firma Tulpenpflücker verdient seinen Namen zurecht. HF steht nämlich für „Hellfire“ und genau das darf man bei diesem Behemoth auch erwarten.
Der serienmäßig mitgelieferte Flammenwerfer, wird über den Rucksack des Mechs mit Druckluft versorgt, was ihm eine hohe Reichweite beschert.
Trotz seiner hohen Gesamtmasse ist er erstaunlich beweglich und gut ausbalanciert, was ihm den Spitznamen „flinker Teufel“ einbrachte.
Freund:innen
Die Rangers sind natürlich nicht alleine. Sie haben Freund:innen, auf die sie zählen können.
Tracker und Tracey
Wir sind die Zwillinge Tracker und Tracey und sind 29 Jahre alt. Das sind natürlich nicht unsere echten Namen, sondern unsere Hacker-IDs. Wir wollen nämlich nicht von der Polizei gefunden werden.
Wir sind besonders gut mit Biene befreundet. Weil Biene ist ja auch eine Hackerin, aber pssst, das darf natürlich niemand wissen.
Wenn ihr mal Probleme mit eurem Computer habt oder an heftige Tech rankommen wollt, dann fragt ihr am Besten uns. Wir kennen uns aus. In unserer Hackerhöhle haben wir zwei fette Serverschränke stehen und können sogar von hier aus in den Cyberspace eintauchen. Aber natürlich gibt es auch eine gemütliche Sofaecke.
Hack the planet.
Dominik, Elisa und Riccarda
Dominik, Elisa und Riccarda sind Separatisten. Als die Liga drohte bei den Wahlen zu gewinnen und ihre rechtsextreme Agenda in die Parlamente zu tragen, schlossen sich viele migrantische, queere und behinderte Menschen zusammen, spalteten einen Teil des Staates auf dem Gebiet des ehemaligen Niedersachsens von Deutschland ab und riefen ihren eigenen Staat aus, der jedoch von der Staatengemeinschaft größtenteils nicht als souverän anerkannt wird.
Dominik ist der typische Antifamacker. Graffitis auf Mülleimer sprühen, Bahnübergänge vollpissen und mit einem Megafon vor irgendwelchen Demos herlaufen und einen auf militant machen, dabei Hansa trinken und so tun, als wäre das White Savior Syndrom etwas erstrebenswertes sind die Eigenschaften, die ihn hauptsächlich ausmachen.
Elisa kommt aus einem akademischen Haushalt, hat aber selber nicht studiert. Sie war schon früh aktivistisch tätig und ist dann aus ihrem konservativem Elternhaus rausgeflogen. Ihre Jugend hat sie hauptsächlich in AZ's, versifften WG's und besetzten Häusern verbracht. Mit Mitte zwanzig ist sie dann in einem linken Hausprojekt gelandet, hat sich regelmäßig mit den Cops geprügelt und saß zwischendurch auch mal im Gefängnis.
Riccarda hat linke Theorie mit der Muttermilch aufgesogen. Ihre Mutter war Spanienerin und deswegen kann sich Riccarda sehr mit den anarchistischen Bewegungen nach dem spanischen Bürgerkrieg identifizieren. Riccarda ist ruhig, konzentriert und wendet nur dann Gewalt an, wenn alle anderen Mittel aussichtslos erscheinen.
Schurken und andere unangenehme Gesellen
Das Leben könnte so schön sein, wenn nicht einige Leute ihren menschenverachtenden Unsinn zur Staatsreligion machen würden. Hier erfahrt ihr, wer die Schurken im MMRR-Universum sind.
Bernd von Graureiher
Der 57 Jährige ist der amtierende Parteivorsitzende der Liga und damit auch Regierungschef. Von Graureihers Familie ist durch dubiose und ausbeuterische Geschäftspraktiken zu erheblichem Reichtum gekommen. Sein Großvater und Vater waren bereits in der Liga.
Für ihn sind jegliche Form von Einwanderung, queeren Lebensentwürfen und Sozialstaat abzulehnen. Der menschengemachte Klimawandel existiert für ihn nicht. Die Sonne scheint nur etwas mehr als sonst. Seine Lieblingstelefonnummer ist die der Polizei. Seine Kredo ist "Staat. Kapital. Polizei. Geil."
Der Sekretär
Der Sekretär ist 26 Jahre alt und ist von Graureihers Sekretär. Er hat vorher als Sekretär im Einwohnermeldeamt gearbeitet, bevor er der Sekretär von von Graureiher wurde.
Zuvor war er in der Jugendorganisation der Liga engagiert. Als Sekretär.
Kein Stiefel ist ihm zu dreckig, als dass er ihn nicht lecken würde.
Achim Almann
Almann ist der Oberbefehlshaber des Schwadrons, des privaten Sicherheitsdienstes der Liga. Er wurde im Krieg schwer verwundet und hat sich dann zum Cyborg umbauen lassen, um der Liga zu dienen. Jetzt denkt er, er wäre Megatron. Den Kredit für seine Prothesen zahlt er bis heute ab.
Für ihn sind vor allem Ordnung, Disziplin und ein straff organisierter Sicherheitsapparat wichtig. Queere Menschen und Migration bedeuten für ihn den Untergang des Abendlandes und der Zivilisation wie wir sie kennen. Die Liste seiner Ismen ist lang und wird täglich erweitert.
Seine Motto: "Erst schießen, dann abschieben."
Der Priester
Niemand weiß, wie er wirklich heißt. Kaum jemand hat ihn je wirklich gesehen (und lange genug gelebt, um davon zu berichten). Niemand weiß, woher er kommt. Doch fast jeder hat von ihm gehört.
Der Priester ist ein religiöser Fanatiker, der sich der Liga als Söldner angeschlossen hat. Für ihn ist nicht alles, was die Liga tut, mit Gottes Geboten zu vereinbaren, aber sie ist seiner Ansicht nach die einzige Kraft, die stark genug ist um das Land wieder auf den rechten Pfad zu bringen. Und das ist der Pfad Gottes. Gott duldet weder Homosexualität, noch Menschen mit Behinderung, noch Augmentationen, Cyborgs, Tätowierungen oder Fleisch an einem Freitag.
Der Priester hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sünder zu richten und sie Gottes gerechter Strafe zuzuführen.
Die Rowdies (aka "Das total toxische Team" aka "Die Miliz" aka "Die Typen)
Jimmy, Bimmy, Timmy und Simmy... oder Tick, Trick, Track und Trock. Eigentlich ist es auch egal, wie sie heißen. Diese Gruppe von pöbelnden Halbstarken begrüßt sich mit Clap Clap Hug Snap und dann sagen alle "no homo." Im Bus sitzen sie auf keinen Fall nebeneinander, sondern jeder auf einem eigenen Vierer.
Sie vertreiben sich am liebsten die Zeit damit dumme Sprüche zu klopfen oder ins Gym zu gehen und dort anderen zu sagen, was sie falsch machen. Außerdem treten sie gerne Mülleimer ab und belästigen queere Menschen.
Jedes ihrer Argumente beginnt mit den Worten: "Echte Männer..." und endet mit unfassbaren Unfug. Von denen sollte man sich echt fernhalten.
Martin "Foxhound" Brockmeyer
Foxhound ist ein ehemaliger Kriegskamerad von Achim Almann. Brockmeyers Rufzeichen ist nicht umsonst gleich dem Namen seines Mechs. Denn er pflegt mit seiner Maschine eine innige Verbindung, die schon fast einer Symbiose gleicht.
Nach dem Krieg hat er mit seinem Mech das Land verlassen, weil er ihn unter der Mechresolution nicht abgeben wollte. Seitdem verwaltet er ein Naturschutzgebiet nahe der Grenze.
Hätte Foxhound ein Datingprofil, würde er wahrscheinlich "unpolitisch" anklicken. Seine Handlungen folgen keiner politischen Agenda, sondern seinen persönlichen Vorteilen.
Railgun Richard Lewis
Der gebürtige Engländer Richard Lewis - wegen seiner Vorliebe für Railguns „Railgun Richard“ genannt - kämpfte im Krieg an der Seite Brockmeyers und Almanns. Als Jugendlicher war er ein rechter Skinhead und saß mehrfach wegen schwerer Körperverletzung im Gefängnis. Nach dem Krieg ließ er sich zum Waffentechniker ausbilden. Allerdings hat er nie wirklich Karriere gemacht, weil er sich ohne seinen Mech unvollständig fühlte.
Lewis arbeitete zuletzt als Clean-Up-Spezialist für ABC-Unfälle.
Er ist extrem xenophob. Queere Menschen sind für ihn eigentlich keine Bedrohung, weil sie für ihn als schwach und unbedeutend gelten und in seinen Augen keine Gefahr darstellen.
Sniper Sven Kleinert
Sven Kleinert, genannt „Sniper Sven“ ist der einzige aus der Sondereinheit 18, der nicht mit Almann zusammen im Krieg gekämpft hat. Kleinert ist als Spion, Sabouteur und notorischer Lügner nicht gerade vertrauenswürdig. Und weil er so viel redet, gerät er besonders mit Railgun Richard immer wieder in Konflikte.
Kleinert ist kein klassischer Faschist, sondern ein gelangweilter Soziopath, der im Kampf die Möglichkeit sieht, sein Kriegstrauma zu verarbeiten. Zuletzt arbeitete er an der Grenze um Einreisende zu kontrollieren. Am liebsten schiebt er die Leute aber direkt wieder ab.